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Kooperation mit der Heinrich-Kielhorn-Schule

Schon seit zehn Jahren werden behinderte und nicht behinderte Schüler in Kooperationsklassen in der Pestalozzi-Schule unterrichtet.
Es gibt zurzeit zwei Einzelintegrationen von autistischen Schülern. Diese beiden behinderten Schüler besuchen mit einer Integrationshelferin eine 3. und 5. Klasse.
Darüber hinaus gibt es zwei Kooperationsklassen im 2. und 4. Schuljahr, in denen sich sechs bzw. sieben geistig behinderte Schüler der Heinrich-Kielhorn-Schule (Förderschule Schwerpunkt Geistige Entwicklung) befinden.
In ihren eigenen Klassenräumen werden sie jeweils von einer Förderschullehrerin und einer pädagogischen Mitarbeiterin unterrichtet. Im Unterricht steht die lebenspraktische Erziehung ebenso wie die Entwicklung der Persönlichkeit des einzelnen Schülers im Vordergrund. Darüber hinaus finden auch Physiotherapien für einzelne Schüler statt.
Im gemeinsamen Unterricht (Kooperationsunterricht) mit der Partnerklasse aus der Grundschule (dies könnte z.B. der Sport-, Musik-, Kunst-, Religions- oder Sachunterricht sein) lernen alle Schüler am gleichen Thema aber mit unterschiedlichen Zielen. Das könnte bedeuten, dass beispielsweise einige Grundschüler einen Text zu einem sachkundlichen Thema verfassen, einige behinderte Schüler hierzu beispielsweise ein Bild malen. Hieraus resultiert die Notwendigkeit eines differenzierten Unterrichts, der sich an den Fähigkeiten des einzelnen Schülers orientiert.
In dem gemeinsamen (kooperativen) Unterricht geht es auch um die Erweiterung der sozialen Kompetenz. Die Schüler lernen miteinander Konflikte auszuhalten, Toleranz zu entwickeln und sich gegenseitig zu helfen. Behinderte Schüler lernen, Hilfe angemessen anzunehmen und verbal und nonverbal Kontakt zu ihren Mitschülern aufzunehmen. Ihre Teilleistungsstärken (z.B. künstlerische Fähigkeiten, musikalische Begabungen…) können sie im kooperativen Unterricht zeigen und "ausleben".
Dieser gemeinsame Unterricht steht und fällt mit der Zusammenarbeit der beteiligten Lehrkräfte. Aber auch die Eltern können den Gedanken der Integration vielfältig im Schulleben (Sportfeste, Projekttage, Lesenacht…) und zu Hause (Einladungen zum Geburtstag) unterstützen.
Neben dem alltäglichen Unterricht finden auch gemeinsame Aktivitäten wie Klassenfahrten, Ausflüge, Feste und vieles mehr statt. So wachsen letztendlich behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam in einer Schule auf, in der es nicht nur ausschließlich um Leistung und Erfolg geht, sondern auch um die Akzeptanz und die Förderung des einzelnen Schülers mit all seinen Stärken und Schwächen.



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